afs-Akademie – ein Erfahrungsbericht

afs-logoDie afs-Akademie hat im Frühling 2013 ihren zweiten Lehrgang in Suchmaschinenoptimierung auf den Weg geschickt. Als einer von zwanzig Teilnehmern durfte ich zwischen April und Oktober 2013 an der Akademie für Fortbildung in SEO teilnehmen. Ich habe dabei viele Erfahrungen sammeln können. In einem Erfahrungsbericht blicke ich auf die sechsmonatige Weiterbildung zurück.

Wie ist der Kurs aufgebaut? Was für Inhalte werden behandelt? Hält die afs-Akademie die Versprechen auf der Website? Was hat die Akademie letztlich gebracht?
Diese und andere Fragen werden behandelt. Wenn du dich für eine SEO-Weiterbildung interessiert, wird dir nach dem Erfahrungsbericht die Entscheidung leichter fallen, ob die afs-Akademie das Richtige für dich ist.

INHALT:

Warum habe ich eine SEO-Fortbildung gesucht?

Was Google macht, wie Google denkt und welche Maßnahmen zum Erfolg bei Google führen, hat mich schon immer beiläufig interessiert. In meinen verschiedenen Positionen in den Bereichen Projekt-, Produkt- und Marketing-Management habe ich in den letzten Jahren zwangsläufig Suchmaschinen genutzt. Zur Informationsgewinnung, für Recherchezwecke und Wettbewerbsanalysen. Die Nutzung von Suchmaschinen ist mir – wie wohl den meisten Internetnutzern – ins Blut übergegangen. Ich habe mir allerdings wenig Gedanken darüber gemacht, welche Prinzipien hinter Suchmaschinen stecken.

Mitte 2012 hat das Thema Suchmaschinenoptimierung (kurz „SEO“) erstmals konkrete Bedeutung in meinem Berufsumfeld gewonnen. Wettbewerber in der Glücksspielbranche haben in den Ergebnissen zu Schlüsselwörtern unseres Geschäftszweigs aufgeholt. Wir als Marketingverantwortliche eröffneten der Geschäftsleitung, dass wir beim Thema SEO nun intensiver ran müssten. Meine Kollegen und ich hatten zu diesem Zeitpunkt allesamt Basiswissen und jeder hatte schon einmal etwas von Keywords, Robots und Metatags gehört. Das erklärte aber noch nicht SEO. Und es half auch nicht, das Marketing-Thema SEO wirksam für die eigenen Zwecke einzubinden.

Da wir Inhouse keinen Spezialisten zu diesem Thema parat hatten, lief es darauf hinaus, extern Unterstützung zu suchen. Nach einem Pitch von mehreren Agenturen, entschieden wir uns für ein Unternehmen in Hamburg. Seit November 2012 unterstützte uns eine Agentur tatkräftig bei unserer Website.

Meine Berührungspunkte mit SEO haben dementsprechend Ende 2012 ebenfalls zugenommen. Ich selber wollte tiefer in die Materie einsteigen, weshalb ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Weiterbildungsprogramm machte.

Über Google zu Ergebnissen

Der einfachste Weg für ein geeignetes Fortbildungsprogramm zum Thema SEO erschien mir – oh Wunder – in der Suche bei Google selbst.

Die Eingabe „Weiterbildung SEO“ im Suchfeld ergab hunderttausende von Treffern. Es dauerte  einige Zeit, bis ich selber einen Überblick hatte, welche Ergebnisse für mich Relevanz hatten.

Google-Suche mit

Ich konnte relativ schnell Mehrtages-Seminare ausschließen, die auf Seite 1 zu finden waren. Soweit ich mich erinnere rangierte die afs-Akademie damals nicht auf den vorderen Positionen.

Warum kein Mehrtages-Seminar? Nun, das Thema Suchmaschinenoptimierung ist sicherlich nicht in einigen Stunden abzuhandeln. Wenn es so einfach wäre, könnte jedermann innerhalb von zwei Tagen zum SEO-Experten werden. Das konnte ich mir nicht vorstellen. Die meisten Seminar-Anbieter weisen ausdrücklich darauf hin, dass Grundlagen vermittelt werden. Für Grundlagen wollte ich aber kein Geld investieren – schon gar nicht über 1.000 Euro.

Wer lediglich einen SEO-Crash-Kurs sucht, der sollte auf eines von vielen Seminaren zum Thema Suchmaschinenoptimierung zurückgreifen. Ich empfehle dann allerdings einen Anbieter oder Referenten vor Ort zu nehmen. Ansonsten können Anfahrts- und Übernachtungskosten schnell die Höhe der eigentlichen Veranstaltung übersteigen.

Kurzweilige SEO-Seminare eignen sich für einen Blick durchs SEO-Schlüsselloch. Jeder kann dabei herausfinden, ob die Marketing-Disziplin SEO für einen selbst geeignet ist oder eben nicht. Ich wollte mehr. Ich recherchierte. Ich wurde fündig!

Die afs-Akademie im Blick

War die afs-Akademie auf Seite 2, 3, 4? Ich weiß es nicht mehr so genau.  In jedem Fall habe ich die afs-Akademie unter den Suchbegriffen „SEO Weiterbildung“ gefunden. Der title bei der Google Ergebnisseite war in jedem Fall für mich ansprechend gewählt:

Akademie für Fortbildung in SEO und Suchmaschinenoptimierung

Akademie habe ich mit „fortwährend“ und keinesfalls „kurzweilig“ assoziiert. Eine Akademie erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Mit einer Akademie habe ich eine Bildungseinrichtung mit offiziellem Charakter verbunden.

Die Website hat nach dem ersten Klick bei Google gleich mein Interesse geweckt. Dabei rückt die Site  das Thema Suchmaschinenoptimierung in den Mittelpunkt. SEO ist dort keine Teildisziplin von etwas größerem. Es geht nicht um Newslettermarketing, Vermarktung, Retention, Crossselling. Es geht um Suchmaschinenoptimierung. Die afs-Akademie stellt sich tatsächlich als Akademie für Fortbildung in SEO dar.

SEO wiederum gliedert sich in verschiedene Teildisziplinen. Dies wird konkret im Campus-Bereich der Akademie-Seite deutlich, der die Seminar-Module auffächert.

afs-Akademie Online Campus

Die Website habe ich für mich grob gescannt. Ich bin dabei auf eine Präsentation der afs-Akademie gestoßen. Auf mehreren Folien wird die Konzeption, der Ablauf, Inhalte und Referenten der Weiterbildung vorgestellt.

Was mich an der Konzeption überzeugt hat:

  • Präsenztermine am Freitag und Samstag
  • Fortbildungsprogramm über sechs Monate. Überschaubar und dennoch intensiv
  • ein Praxisprojekt, um eigene Erfahrungen zu sammeln
  • Prüfungen zu unterschiedlichen Modulen, also nicht eine große Gesamtprüfung

Was ist in der sechsmonatigen Grundausbildung enthalten?

  • über 20 Referentenvorträge von 60 – 90 Minuten
  • Zutritt zum Online-Campus der afs-Akademie für Lehrmaterial und Austausch
  • beim Präsenztermin jeweils eine Übernachtung in Berlin von Freitag auf Samstag im Inter City Hotel
  • Verpflegung an den jeweiligen Präsenztagen (Freitag und Samstag)
  • Sektempfang am Freitag mit Meet & Greet
  • Prüfungen, Teilnahmebestätigung und Zertifizierung bei erfolgreichem Lehrgang

Bei 4.900 Euro muss den Absolventen einiges geboten werden; Referentenvorträge, Übernachtung und Verpflegung hin oder her. Glücklicherweise habe ich mich für die afs-Akademie im Januar 2013 interessiert, als bis 31.01. eine Early-Bird-Aktion ausgerufen wurde. Kurzentschlossene haben die Gelegenheit bekommen, bereits für 4.400 Euro an der afs-Akademie teilzunehmen. 500 Euro, also gut 10% Rabatt – das Interesse nahm zu…

Die Anmeldung bei der afs-Akademie

Mitte Januar habe ich dann meinem Chef die Idee von der afs-Akademie unterbreitet. Ich habe versucht ihn dafür zu gewinnen, mich beim Vorhaben der Weiterbildung zu unterstützen. Innerhalb von wenigen Tagen fanden wir eine Lösung. Ende Januar 2013 war der Vertrag für den Lehrgang der Akademie unterschrieben.

In dieser Phase tauschte ich mich erstmals mit der Projektkoordinatorin Anett Stemmer aus, die fortan Ansprechpartnerin von Januar bis einschließlich September war. Ab September übernahm Kerstin Estrich als Nachfolgerin die Aufgaben von Anett.

Anett hielt uns Teilnehmer bei Rückfragen auf dem Laufenden und informierte über Neuigkeiten rund um die Akademie, Termine und Abläufe.

Die Anfangszeit bis zum offiziellen Start

Anfang Februar habe ich den Vertrag mit der afs-Akademie unterschrieben. Ich habe Unterlagen per Post erhalten und konnte mich im auslaufenden Monat mit dem Online Campus vertraut machen.

Dokumente des Online Campus konnte man mit Zugangsdaten erreichen. Nach und nach wurde der Campus mit Lehrmaterial angereichert. Häppchenweise stellte die Akademie Lern-pdfs zu Modulen zur Verfügung.

Am 21.02.2013 informierte Anett die Teilnehmer darüber, dass sich die Akademie aktuell in Vorbereitungen befindet. Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge des ersten Jahrgangs würden in den zweiten Jahrgang einfließen. Dies habe ich als positiv in Erinnerung, weil erkennbar war, dass sich die afs-Akademie als dynamische und für Verbesserungen offene Institution begreift. Dies wurde auch durch die Verantwortlichen der Akademie deutlich, die stets für Kritik und Feedback offen waren, was in verschiedenen E-Mails und bei den Präsenzterminen deutlich wurde.

Jeder Teilnehmer war tatsächlich Teil des Ganzen und konnte sich in die Akademie mit Vorschlägen und Anregungen einbringen. Rückmeldungen waren erwünscht und die Organisatoren war an Feedback interessiert.

Für alle zukünftigen Teilnehmer daher der Appell: Zieht nicht nur Informationen aus der Akademie, sondern bringt sie rein! Ihr und andere werdet davon profitieren!

Nach der ersten Sondierungsmail vom 21.02.2013 nahm ich die Gelegenheit wahr, wegen der ersten Session einige Rückfragen zu stellen. Dabei interessierte mich, ob die veranschlagten Termine noch festen Bestand hätten oder sich gegebenenfalls kurzfristig ändern würden. Die eigene Planung wollte ich im März abgeschlossen haben. Zug- und Bustickets waren zu buchen und außerdem wollte ich mich wegen meiner Anwesenheit im Büro am Freitag abstimmen. Am 27.02. deutete sich in der Antwort von Anett an, dass voraussichtlich der erste Termin nicht Anfang April stattfinden würde.

Die Verzögerung wurde damit begründet, dass die Inhalte des Lehrmaterials noch überarbeitet würden, weshalb sich auch der Termin der Veröffentlichung im Online Campus etwas verzögert.

Gerade im späteren Verlauf der Akademie wurde erkennbar, dass die Bedeutung von Themen im Bereich SEO teilweise Schwankungen unterworfen ist. Was heute im Bereich SEO noch sehr wichtig ist, kann in sechs Monaten schon etwas an Relevanz verloren haben. Die Disziplin SEO war und ist Veränderungen ausgesetzt und jeder, der im Bereich SEO tätig ist, sollte sich darauf einstellen, dass viele Erkenntnisse von heute nicht in Stein gemeißelt sind. Vor allem Google gibt viele Spielregeln als bekannteste Suchmaschine vor. Der SEO-Mensch versucht sich darauf einzustellen und mit eigenen Strategien die Regeln zu seinen Gunsten auszulegen.

Die Verlegung von April auf Mai war für mich jedenfalls kein Problem und wurde nicht als negativ bewertet. Lieber aktuelle Inhalte und optimierte Abläufe als am strikten Zeit- und Ablaufplan festhalten – vor allem, da rechtzeitig über alle Termine informiert wurde.

Online Campus – Materialien, Informationen und Teilnehmer

Im Online Campus der Akademie konnten sich alle Teilnehmer eines Lehrgangs vorstellen und in einem kurzen Steckbrief über sich berichten. Dies verschaffte der afs-Akademie und allen Kommilitonen einen ersten Eindruck zu den Teilnehmern.

Außerdem wurden Informationen zu allen Modulen und dem Praxisprojekt bereitgestellt. Die Module waren in folgende Bereiche und darunter liegende Sessions gegliedert:

  1. SEO-Basics: Suchmaschinen, Google Webmaster Tools, Search Engine Marketing
  2. Keywords: Keyword Basics, Keywords und Markenrecht, HTML und Meta Tags, Tools und Datenbanken
  3. On-Page-Optimierung: Content-Optimierung, Medien-Optimierung, Shop-Optimierung, On-Site-Optimierung
  4. Off-Page-Optimierung: Linkbuilding, PageRank & TrustRank, Linkbait, Social Media Marketing
  5. Tools & Usability: SEOlytics, XOVI, SEO-Tools, Usability
  6. Marketing & More: Affiliate-, Viral- und Guerillamarketing, Mobile SEO, Conversion Optimierung, Bilderrecht

Für Abwechslung bei den Themen war also gesorgt und nach der Durchsicht verschiedener Campus-Bereiche wurde die Vorfreude auf den Start immer größer. Begleitender Inhalt in den sechs Monaten war zudem das oben bereits angedeutete Praxisprojekt. In einem späteren Teil werde ich eine Rückschau zum Praxisprojekt noch veröffentlichen, ohne dabei detailliert auf Aufgabenstellungen einzugehen.

Vortragszeit und Starttermine

Mitte März schickte Anett das nächste Update herum und gab Hinweise zum Ablauf. Die wichtigste Änderung gegenüber dem Vorjahr bestand darin, dass die Vortrags-Sessions von 45 Minuten auf 90 Minuten erweitert würden. Es sollte dadurch erreicht werden, bei den jeweiligen Themen mehr in die Tiefe gehen zu können. Deshalb wurde der Starttermin an den Präsenzfreitagen auf 16 Uhr vorverlegt. Schließlich teilte uns Anett die Präsenztermine mit, ausgenommen von dem im Oktober.

Prüfungen und Abläufe – E-Mails im April

Im April traf etwa vier Wochen vor dem offiziellen Start des ersten Moduls noch einmal eine ausführliche E-Mail ein. Anett gab uns Informationen zum Ablauf sowie zu anstehenden Klausuren. Bei den Präsenzterminen wurde immer ein Modul behandelt und die Prüfung zu dem jeweiligen Modul fand beim daran anschließenden Modul statt. Dies bedeutete zugleich, dass es beim ersten Termin keine Klausur gab. Neben dem Update gab es außerdem eine Wegbeschreibung zum Hotel, sodass sich auch jeder in Berlin orientieren konnte.

Agenda von Modul 1 der afs-Akademie

Eine Agenda (Auszug s.o.) wurde wie angekündigt etwa zwei Wochen später, am 15.04.2013 nachgereicht.

Ein Webinar kurz vor dem Startschuss

Am 19.04. schickte Anett eine Webinar-E-Mail herum. Noch im April sollte ein Termin gefunden werden, an dem möglichst viele Teilnehmer Zeit hätten. Es ging dabei um eine Online-Telefon-Konferenz für ein erstes richtiges Kennenlernen. Die Teilnehmer konnten sich über Erwartungen austauschen und erste Rückfragen stellen.

Über eine Doodle-Umfrage wurde innerhalb von einigen Tagen eine Abend-Session ermittelt und am 30.04., um 18:30 Uhr wurde der Termin festgelegt.

Die Übertragungsqualität an dem Termin war recht unterschiedlich. Die einen waren besser, die anderen schlechter zu verstehen. Insgesamt aber eine nette Möglichkeit für einen Erstkontakt. Dieses Event war für mich auch das erste Aufeinandertreffen mit Gerald Steffens, dem Ausbildungsleiter und inzwischen akademischen Direktor der afs-Akademie. Er war besonders daran interessiert, was sich die Teilnehmer von der Fortbildung versprechen. Gleichzeitig verdeutlichte er die Möglichkeit mit den Referenten der Akademie Kontakt aufzunehmen – auch außerhalb des Vortrags. Er stellte die Offenheit der SEO-Szene heraus und ich war gespannt, wie sich das in der Praxis zeigen würde.

Erster Präsenztermin – lockeres kennenlernen, SEO-Basics

Wie auch bei allen folgenden Präsenzterminen bin ich mittags in Hamburg losgefahren und gegen 15 Uhr im Inter City Hotel eingetroffen. Eine Stunde später gab es dann vor Ort auch schon das persönliche Kennenlernen mit Gerald, Anett, einigen Referenten und einer Reihe von Mitstreitern.

Um 17 Uhr fanden sich dann die meisten im Konferenzsaal ein. Mit Sekt und Vorstellungs-runden ging es los. Der Reihe nach erzählten die Teilnehmer über sich und die Welt, vor allem aber über ihren beruflichen Hintergrund.

Anschließend gab es ein Spielchen zum Kennenlernen. Dabei bekam jeder einen Zettel mit Aussagen.

zettel-spiel-afs-akademie

Zu jeder Aussage sollte ein Teilnehmer gefunden werden, auf den die eine oder andere Aussage zutrifft. Wer für alle Felder als erstes die Unterschriften zusammen hatte, gewann das Spiel und einen Preis. Ich war kein Gewinner, sonst könnte ich jetzt noch etwaige Preise aufzählen ;-)

Naja, nicht so wichtig. Insgesamt war die Stimmung locker und angenehm. Jeder erfuhr etwas über die Teilnehmer und einige Referenten des Wochenendes.

Darüber hinaus gab es an einem Flipchart einen „Baum der Erkenntnis“. Jeder durfte auf dem Papier seine Vorstellung zur Akademie verewigen.

Gerald ging dann zum ersten Vortrag über. Er selber präsentierte eine „kleine Geschichte der Suchmaschinen“. Dabei führte Gerald diverse Vorläufer von Google auf. Es handelte sich um Prototypen heutiger, ausgereifter Suchmaschinen – den Großvätern von Google und co.

Archie, The Wanderer oder Wandex konzentrierten sich auf ein oder zwei Merkmale in ihrer Suche (Archie -> Suche nach FTP-Servern und Dateinamen, The Wanderer -> URL-Sammlung).

Gerald Steffen - akademischer Direkter der afs-Akademie

Das heutige Google ist allerdings auch nicht das vielseitige Instrument, was es 1998 war.
Larry Page und Sergey Brin konzentrierten sich bei ihrer Ausarbeitung an der Standford University auf Links und deren Bedeutung für die Ermittlung von Suchergebnissen. Im Zentrum standen die heute noch wichtige Link-Popularität und der PageRank, der übrigens seinen Namen L. Page verdankt und nicht dem englischen Begriff für „Seite“. Google setzte in den 2000ern zum Siegeszug auf dem Feld der Suchmaschinen an, der bis heute anhält. Einige Bilder über Serverstandorte verdeutlichten die Dimension der Datenverarbeitung, die Google heutzutage über riesige Serverhallen realisiert.

Nach diesem Rückblick auf die Anfänge der Suchmaschinen, erzählte uns Gerald etwas über die „Arbeitsbienen“ von Google. Crawler, also Such-Roboter helfen Google und Co dabei Seiteninhalte zu erfassen, zu analysieren und in Ergebnissen nach Relevanz zurückzuspielen. Die Auslieferung der Daten erfolgt über ein Informationsverarbeitungssystem. Nach einigen Details zu diesen Online-Robotern, wurde in einer Zusammenfassung noch einmal die Bedeutung von Google herausgestellt.

Heute beschäftigt Google mehrere Zehntausend Mitarbeiter und zählt zu den wertvollsten Unternehmen weltweit. Dies verdeutlicht einerseits die Wichtigkeit des Themas Suchmaschinen allgemein und zeigt andererseits, dass um dieses Thema ein bedeutender Geschäftszweig entstanden ist.

Eine wesentliche Erkenntnis aus Geralds Ausführungen ist sicherlich die Tatsache, dass sich Entwickler / Programmierer zu Beginn der Suchmaschinen-Gestaltung auf einen Aspekt konzentrierten. Diejenigen Unternehmen, die sich mit ihrem Modell erfolgreich am Markt positionieren konnten, verfeinerten die Optimierung und Lieferung von Daten. Heutzutage steht Google an der Spitze und die SEO-Szene befasst sich in der Regel fast ausschließlich damit für diese Suchmaschine zu optimieren.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Gerald Steffens:

  • Google war nicht die erste Suchmaschine im Netz
  • Suchmaschinen schicken Crawler auf die Reise, um Internetseiten zu analysieren
  • Wer SEO betreibt orientiert sich an Google

Nach dem Vortrag gab es das erste gemeinsame Dinner und der Abend klang aus. Der erste offizielle Tag der afs-Akademie war damit abgeschlossen.

–ENDE TEIL II

Webmaster-Tools, Datenbanken und Marketing-Themen

Der Samstag bei der afs-Akademie startete mit einem Frühstück im Inter City Hotel. Offizieller Beginn war um 9:00 Uhr im KBW, dem Kommunalen Bildungswerk, das innerhalb von 15 Minuten vom Hotel aus zu erreichen war. Die meisten machten sich gegen 8:30 Uhr auf den Weg, um rechtzeitig in der Gürtelstraße 29/30 einzutreffen.

afs-Akademie im kommunalen Bildungswerk

Auf folgende Referenten durften wir am Samstag gespannt sein:

  • Stephan Czysch: Google Webmaster Tools
  • Birthe Stuijts: Webhosting & Datenbanken
  • Kai de Wals: Grundlagen SEM

Den Anfang machte morgens Stephan Czysch (Geschäftsführer der Trustagents) mit einem Vortrag über die GWT (Google Webmaster Tools). In einem eigenen Ebook hat sich Stephan intensiv mit den Möglichkeiten der GWT befasst. Die Google Webmaster Tools helfen Webseiten-Betreibern bei der technischen Überwachung von Projekten. Die Tools stellen die Schnittstelle zwischen Google und Seitenbetreiber her.

Der Webseiten-Inhaber meldet sich in den Tools an (Voraussetzung ist ein Google Konto) und bekommt Informationen von Google. Google weist dabei aus, wie Seiten gesehen bzw. interpretiert wird. Die Suchmaschine unterbreitet Verbesserungsvorschläge und gibt Hilfestellungen, wie die Website optimiert werden kann.

Das tut Google allerdings nicht selbstlos. Über den Austausch mit Webseiten-Inhabern reichert Google den eigenen Datenbestand mit Informationen zu Usern und deren Online-Projekten an. Nach den Ausführungen von Stephan sehe ich die GWT als Tools, welche dafür genutzt werden sollen, Seiten nach einer bestimmten Systematik aufzusetzen. Wer die Optionen ausschöpft und sich an Vorgaben hält, wird mittelfristig von Google für Anpassungen belohnt und im Ranking aufsteigen.

Stephan Czysch bei der afs-Akademie

Stephan gab uns in seinem Vortrag einen Überblick zu der Sichtweise von Google und den Anmeldemöglichkeiten im Tool. Anschließend beleuchtete er verschiedene Tool-Bereiche.
Wer sich mit einer Website befasst und für Google optimieren möchte, kommt an den GWTs nicht vorbei. Im Instrument erfährt der User nicht nur Informationen zur Indexierung, Content-Keywords und URL-Parametern. Es ist auch möglich die Tools wirksam für die Darstellung eigener Suchergebnisse einzusetzen. Google hat dafür zum Beispiel die Bereiche Strukturierte Daten und Data Highlighter.

Es wurde deutlich, dass die GWT vielschichtig sind und eine Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Tools für jeden SEO zum Pflichtprogramm gehört. Um tiefer in dieses Thema einzugesteigen, empfehle ich das kostenlose EBook von Stephan Czysch, was für Einsteiger und Fortgeschrittene geeignet ist.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Stephan Czysch:

  • Jeder SEO muss sich mit den Google Webmaster Tools befassen
  • Mit den GWT ist es möglich eine Vorschau von Daten in Suchergebnissen zu erhalten
  • Über die GWT erfährt man, wie Google das eigene Projekt sieht

Nach einer Pause von etwa 20 Minuten wurde der zweite Vortrag eingeläutet.

Birthe Stuijts war am Zug, die das für mich eher trockene Thema Webhosting und Datenbanken behandelte. Birthe gab uns dabei einen Überblick zu Providerdiensten, Domains, Datenbanken und Serverstrukturen. Außerdem wurden Hinweise zu Logfiles, Speed-Optimierung und Providern gegeben.
Ich selber komme nicht aus der technischen Ecke, weshalb vieles für mich Neuland war. Ich konnte zwar mit den Begriffen etwas anfangen, war aber in der Praxis überhaupt nicht damit vertraut. Wie Hosting funktioniert und wie der Zusammenhang zum Thema SEO aussieht, konnte ich überhaupt nicht beurteilen.

Birthe Stuijs bei der afs-Akademie

Mit Webhosting kann man dafür sorgen, dass die Systeme / das Backend richtig funktionieren und Inhalte schnelle ausgeliefert werden. Das ist sicherlich ein Aspekt, der mit SEO zusammenhängt, da Google u.a. Ladezeiten berücksichtigt. Ein derart technisches Thema sollte man allerdings zukünftig in die Praxis überführen. Birthe stellte eine Reihe von technischen Details vor. Gerade für Teilnehmer ohne technischen Backround ist das allerdings schwierig zu erfassen. Bei mir gab es den Anwendungsfall beim eigenen Praxisprojekt, wo ich mich aber ab und an ziemlich schwer getan habe.

Daher schlage ich vor, dass man dieses Thema zukünftig noch ausweitet und innerhalb der Akademie eine mehrstündige Session zum Thema Webhosting macht. Da im Zuge der Fortbildung zur Suchmaschinenoptimierung ein Praxisprojekt absolviert wird, hilft eine solch erweiterte Webhosting-Session denjenigen, die ihr Praxisprojekt selber hosten wollen. Ein Beispiel-Hosting, was als Leitfaden dient und als Video abrufbar ist, kann den Teilnehmern als Hilfsmittel für eigene Projekte dienen – auch über die afs-Akademie hinaus.

Ich selber möchte bei meinen Projekten schnell inhaltlich zur Sache kommen, weshalb ich das Webhosting zügig hinter mich bringen will. Über meinen aktuellen Dienstleister Alfahosting lässt sich das auch gut realisieren. Die Akademie könnte sich Gedanken machen, wie man dieses Thema in die Praxis überführt, so dass es Teilnehmern leichter fällt das eigene Projekt ohne Hilfe durch die afs-Akademie aufzuziehen. Die Option des “Fremd-Hosting” kann schließlich unabhängig davon erhalten bleiben.

Birthe verdeutlichte bei ihrem Vortrag, dass es viele Ansatzpunkte für Optimierungen beim Webhosting gibt. Wer sich damit nicht auseinander setzen möchte, sollte einen Hosting-Anbieter wählen, der schnell und kompetent bei eigenen Projekten antwortet. Ansonsten steht man nämlich etwas auf verlorenem Posten und muss sich über die eigene Recherche zu einer Lösung vorkämpfen. Gerade bei technischen Problemen kann dies sehr anstrengend sein.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Birthe Stuijts:

  • Vorsicht bei Billig-/Gratis-Anbietern von Hosting-Produkten
  • Beim Webhosting spielt mit und ohne WWW eine Rolle (Gefahr des Duplicate Content)
  • Bei einem Relaunch sollte man sich eine Checkliste machen, die den Server betrifft und verschiedene Aspekte abdeckt

Nach dem Vortrag über Webhosting gab es eine Mittagspause von etwa 45 Minuten. Anschließend gab es ein Gruppenfoto des zweiten Lehrgangs der afs-Akademie:

afs-Akademie im kommunalen Bildungswerk

Als nächstes ging der Suchmaschinenfachmann Kai de Wals an den Start. Ich selber hatte vorher nie eine Prezi gesehen. Kai bleibt mir seitdem als Prezi-Spezialist in Erinnerung. Um es vorweg zu nehmen: Es war nicht seit letzter Auftritt für die afs Akademie.

Um in seinem Start-Prezi-Bild zu bleiben, sind wir mit ihm in das Thema Social und Conversionoptimierung eingetaucht, um mögliche Wege zum Erfolg zu skizzieren.

Kai begann seine Ausführungen mit einer umgedrehten Pyramide, die unternehmerische Zielsetzungen vom Allgemeinen zum Speziellen aufgriff. Für einen Fahrplan sind verschiedene Fragen zu klären:

Welche langfristige Mission hat das Unternehmen?

Welche konkreten Ziele gibt es, die mit Zahlen belastbar sind?

Welche Social Media Kanäle sollen für die Umsetzung von Zielen genutzt werden?

Wie sehen die Social Media Ziele konkret aus?

Im Anschluss daran zeigte er anhand einer Content Strategie, was bei Social Media Content zu beachten ist. Ein Unternehmen sollte bei der Nutzung von Social Media Kanälen nicht wahllos aktiv werden.

Was hat das eigene Unternehmen für ein Publikum?

Mit welchen Inhalten spreche ich das Publikum an?

Wie realisiere ich, dass das Publikum Gefallen an meinen Inhalten bekommt?

Es wurde deutlich, dass eine Menge an Vorarbeit zu leisten ist, um im Social Media Bereich unternehmerisch tätig zu werden. Wer einfach so loslegt, wird sicherlich keinen optimalen Start hinlegen. Oder derjenige denkt, es lief alles super und dabei hätte es noch besser laufen können.

afs-Akademie im kommunalen Bildungswerk

Kai nannte uns Facetten des Social Media Marketings und wie man dafür sorgt, dass eigene Publikum an das Unternehmen zu binden.

Falls ihr das Smart-Konzept noch nicht kennt, fragt einfach mal Kai auf Facebook – man kann es sich gut merken und es behandelt den Umgang mit Zielen.

Eine Strategie entwickeln, Messgrößen festlegen, einen Plan verfolgen, die Umsetzung realisieren und anschließend analysieren – dies sind Eckpfeiler einer Social Media Strategie. Jedes Unternehmen sollte schließlich daran interessiert sein, fundierte Ergebnisse zu erhalten, die wiederum genutzt werden können, um es das nächste Mal noch besser zu machen.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Kai de Wals:

  • legt nicht einfach los mit Social Media, sondern überlegt mit anderen einen Plan bzw. eine Konzeption
  • pflegt eure Social Media Kanäle nachhaltig
  • messbare Ziele setzen, eine Kampagne durchführen und anschließend nach den Ergebnissen optimieren

Den Abschluss seiner Präsentation bildete die Folie „Märkte Gespräche sind“. Nehmt also Kontakt zu möglichen Gesprächspartnern auf.

Der erste Präsenztermin endete mit einigen organistorischen Themen und einer ersten Feedback-Runde. Im Nachklapp informierte uns Anett über die Aufgabenstellung des 1. Teils des Praxisprojekts und die anstehenden Lehrmaterialien für die Vorbereitung der Klausur.

Das zweite Modul – Keywords, Analysen und Stammtisch

Beim zweiten Präsenztermin in Berlin befassten wir uns mit dem Thema Keywords. Als Keywords bezeichnet man Schlüsselwörter auf einer Website. Wenn ich mich bei einem Projekt mit Sportwetten befasse, so sollte ich die Seite dahingehend aufbauen, dass unterschiedliche Themen rund um die Sportwette darin auftauchen.
Es gibt unterschiedliche Tools, die einem dabei helfen eine Keyword-Analyse zu machen. Hat man Keywords identifiziert, geht es darum diese in unterschiedlichen Bereichen der Website einzubinden.

Die Session am Freitag eröffnete Andre Alpar, aktuell Geschäftsführer bei der AKM3.

Sein Thema war „Keywords, Keywordrecherche, -strategien und Keyword Domains“. Zu Beginn seines Vortrags befasste sich Andre mit einer Gegenüberstellung von Offline Marketing, Online Marketing und SEO. SEO hat gegenüber den anderen beiden Disziplinen den Vorzug, dass Investitionen in der Regel nachhaltig sind. Wer eine Marke durch SEO-Investitionen und Maßnahmen Schritt für Schritt nach vorne bringt, der kann letztlich langfristig erfolgreich sein. Darüber hinaus ist SEO im Verhältnis günstiger als die anderen beiden Kanäle.

Andre Alpar

SEO hat allerdings auch eine Reihe von Nachteilen. Der Google Algorithmus ist nicht öffentlich und wird immer wieder angepasst. Man kann also mit Blick auf Optimierungen keinen Königsweg beschreiten. Google nimmt darüber hinaus regelmäßig Updates vor, die dafür sorgen, dass Internetseiten aufgrund bestimmter Kriterien auf- oder absteigen. Hat man selber im “Grau- oder Schwarzbereich” optimiert, kann es also passieren, dass das eigene Projekt im Ranking fällt.

Nach den Vor- und Nachteilen von SEO, kamen wir auf unterschiedliche Suchtypen zu sprechen. Im Allgemeinen unterscheidet man bei der Eingabe von Suchbegriffen zwischen einer informationalen, navigationalen und transaktionalen Suche.
Wer bei Google “Edgar Allen Poe” eingibt, wird Informationen zu diesem Schriftsteller suchen und mit einem Wikipedia-Artikel zu Beginn gut bedient sein. Gibt jemand stattdessen “ebay” ein, so will derjenige konkret zu einem Unternehmen navigieren. Ein transaktionales Interesse liegt schließlich vor, wenn jemand “Luftreiniger kaufen” eingibt, da damit bereits ein konkretes Kaufinteresse bekundet wird.

Nach dieser Unterscheidung ging es später um die Einordnung unterschiedlicher Suchtypen in den Kaufprozess.
Aus meiner Sicht hat Andre Alpar sehr schön verdeutlicht, dass man sich für eine Keyword-Analyse zunächst darüber vergewissern sollte, welchem Suchtyp das eigene Projekt am ehesten zuzuordnen ist. Die ist die Basis für die Festlegung von Keywords.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Andre Alpar:

  • Beziehe Suchtypen in deine Keywordanalyse mit ein
  • SEO kann günstig und nachhaltig sein
  • Frage dich bei der Festlegung von Keywords in welcher Stufe eines Kaufprozesses man sich befindet

Nach Andres Vortrag gab es das anschließende Dinner. Gegen 20 Uhr ging es dann noch zu einem SEO-Stammtisch, bei dem wir den Abend ausklingen ließen.
Eingeleitet wurde der Stammtisch durch Dominik Wojcik, der uns einen kleinen Einblick zum Thema Blackhat-Methoden gab.

Dominik Wojcik

Darunter versteht man Vorgehensweisen, die Google missbilligt und die gegen Richtlinien von Suchmaschinen verstoßen. Da solche Methoden nicht immer sofort auf dem Radar von Google erscheinen, kann es sein, dass diese kurzfristig zu Erfolg führen. Solche Übertreibungen können allerdings bei Entdeckung im schlimmsten Fall zum Ausschluss aus dem Index führen.

afs-Akademie im kommunalen Bildungswerk

–ENDE TEIL III

Samstag: Markenrecht, HTML und Keyword-Tools

Nach einer kurzen Nacht von etwa sechs Stunden, ging es am Samstag früh weiter. Wie auch bei allen anderen Präsenzterminen wurde wieder das Bildungswerk angesteuert.

Hier ein Überblick zu den Referenten am Samstag, 25.05.2013:

  • Christian Geipel: Keywords und Markenrecht
  • Daniel Wette: HTML und Meta Tags
  • Kai Spriestersbach: Keyword Tools und Datenbanken

Christian Geipel leitete die Morgen-Session ein. Als Anwalt arbeitet er für die Kanzlei v. Nieding Ehrlinger Marquardt, die sich unter anderem auf Urheber- und Medienrecht spezialisiert hat. In seiner Präsentation gab er uns einen Überblick zu rechtlichen Themen im Online-Business. Seine Zielsetzung bestand darin, uns für rechtlich relevante Maßnahmen zu sensibilisieren.

Wir bekamen einen Überblick zu Marken. Dabei wird zwischen eingetragener Marke, Verkehrsgeltungsmarke, notorisch bekannter Marke und Kollektivmarke unterschieden. Da Marken zum geistigen Eigentum eines Unternehmens zählen, sollte man genau recherchieren, ob der eigene Markenname bereits vergeben ist. Ist dem nicht so, sollte man im nächsten Schritt eine Unterscheidungskraft zu anderen Marken sicherstellen. Das deutsche Patent und Markenamt ermöglicht eine Recherche.

Christian Geipel bei der afs-Akademie

Christian Geipel ging später auf den Zusammenhang mit Keywords und Meta-Tags ein, um uns an verschiedenen Urteilsbegründungen zu verdeutlichen, dass die Rechtssprechung je nach Fall sehr unterschiedlich sein kann.

Als ein Kernpunkt seines Vortrags sei folgendes Zitat seiner Präsentation aufgeführt:

„Benutzt jemand unbefugt eine Domain, die das Kennzeichen eines anderen Unternehmens oder ein ähnliches Zeichen gem. § 5 Abs. 2 MarkenG enthält und schafft er dadurch eine Verwechslungsgefahr, so kann er auf Unterlassung in Anspruch genommen werden (§§ 14, 15 Abs. 2 und 4 MarkenG). Zu beachten ist, dass hierbei bereits die mittelbare Verwechslungsgefahr ausreicht.“
Quelle: afs-Akademie 2013: Präsentation von Christian Geipel, Session 2 – Keywords und Markenrecht, S. 24.

Rechtliche Themen sind im Internethandel nicht zu unterschätzen und in verschiedenen Bereichen hat sich schon eine Abmahnindustrie in der letzten Jahren herausgebildet. Ich selber bin schon davon betroffen worden und schildere den Zusammenhang an späterer Stelle. Es ist wichtig, dass die afs-Akademie auch rechtliche Themen aufgreift und über einen Anwalt vorstellen lässt. Ich bin davon überzeugt, dass dies von vielen unterschätzt wird, da man glaubt mit der Veröffentlichung einer Marke oder eines Bildes nichts falsch zu machen. Verletzt man allerdings das Recht anderer, kann das äußerst kostspielig werden. Also lieber länger recherchieren, ob ein Produkt- oder Firmenname als eigene Marke in Frage kommt, als damit schnell online gehen.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Christian Geipel:

  • Es gibt unterschiedliche Marken-Kategorien, die für Kennzeichenrechte Relevanz haben
  • Besteht Verwechslungsgefahr beim Umgang mit einer Marke, so kann es zu einer Markenverletzung kommen
  • Vor dem Eintragen einer Marke, sollte man ausgiebig eine Markenrecherche vornehmen

Der anschließende Vortrag kam von Daniel Wette. Er stellte uns Folien zum Thema HTML und Meta Tags vor.

Dabei wurde schnell klar, dass eine Reihe von Meta-Tags heutzutage keine SEO-Bedeutung mehr haben. Relevanz haben immer noch Meta Title, Description, Robots und Canonical. Als Laie hatte ich vorher keine Vorstellung zum Canonical-Tag und die Beschreibungen halfen mir zu verstehen, wann ein Einsatz dieses Tags sinnvoll ist.

Daniel Wette bei der afs-Akademie

Der zweite Teil seiner Präsentation informierte uns über die verschiedenen Elemente zur Textstrukturierung, die mir selber bereits bekannt waren. Mit einem Überblick zu Rich Snippets und strukturierten Daten endete der Vortrag.

Aus meiner Sicht lassen sich die HTML-Elemente und der Umgang mit Meta Tags schnell erlernen. Um Rich Snippets umzusetzen muss man schon etwas tiefer in die Materie einsteigen und bestimmte Voraussetzungen bei der eigenen Seite vorliegen.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Daniel Wette:

  • Externe Links sollte man als “nofollow” ausweisen, wenn es sich um Werbelinks handelt
  • Das rel=”canonical” sollte nur verwendet werden, um tatsächliche Duplikate auszuweisen
  • Den ALT-Tag bei Bildern möglichst mit Inhalt füllen, um Suchmaschinen zu informieren

Im dritten und letzten Vortrag des Tages stellte Kai Spriestersbach einige Keyword-Tools vor. Vor dem eigentlichen Einblick in verschiedene Tools betonte Kai, dass sich jeder vor einer Keyword-Recherche und Analyse damit befassen sollte die eigenen Nutzer und potentielle Kunden zu verstehen. Liegt ein Verständnis für die Kundschaft vor, geht es an die Analyse mit den Tools. Eine hervorragende „Tool“-Quelle bietet Google selbst. Das AdWords Keyword-Tool bietet einem verschiedene Informationen zu Keywords wie Wettbewerb, Anzahl globaler und lokaler Suchanfragen und den geschätzten CPS in €. Bei der Übereinstimmungsauswahl sollte man „[Exakt]“ auswählen, um die Ergebnisse nicht zu weit zu fassen.

Kai Spriestersbach bei der afs-Akademie

Später verdeutlichte Kai, dass der Einfluss von Google Suggest nach dessen Einführung 2009 immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Über Google Suggest bekommt der User bei einer Eingabe eines Wortes im Suchfeld einen erweiterten Vorschlag, der ihm bei der Recherche helfen soll. Damit gewannen in den letzten Jahren immer mehr Long Tail Keywords an Bedeutung.

Kai hat selber ein kostenloses Tool entworfen, was es ermöglicht Google nach bestimmten Phrasenlängen zu untersuchen.

Wie auch bei anderen Vorhaben sollte man bei der Keyword-Analyse nicht einfach loslegen, sondern den Weg zu geeigneten Keywords als Prozess mit unterschiedlichen Stufen betrachten: „sammeln“, „gruppieren“, analysieren“ und „auswählen“

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Kai Spriestersbach:

  • Bei der Keyword-Suche hat die Stufe innerhalb des Kaufprozesses Relevanz
  • Daten von Google in die eigene Recherche einbinden
  • Google Suggest nimmt Einfluss auf das Suchverhalten

Zum Abschluss stand die erste Klausur auf dem Plan, bei der Aufgaben zum vorherigen Modul gelöst wurden. Wir alle hatten somit erstmals eine Orientierung zum Schwierigkeitsgrad zukünftiger Prüfungen und der Art von Fragen. In einem gesonderten Teil werde ich einige Sätze zu den Klausuren der afs-Akademie verlieren.

Modul 3 – OnPage, guter Content und Bildoptimierung

An einem warmen Freitag-Nachmittag startete das dritte Modul der afs-Akademie. Am 28.06.2013 durften wir auf folgende Referenten gespannt sein:

  • Fabian Reiß: Content Optimierung
  • Jens Fauldrath: Redaktions-SEO

Ich selber traf leicht verspätet gegen 17 Uhr ein und hatte die ersten Minuten des Vortrags von Fabian Reiß verpasst. In seiner Session verdeutlichte Fabian, dass es bei gutem Content nicht darum geht nur den User oder nur der Suchmaschine zu gefallen. Stattdessen geht es darum, beiden Seiten gerecht zu werden, vor allem aber für den Nutzer sinnvolle Inhalte zu erstellen.

Fabian Reiß bei der afs-Akademie

Er zeigte uns einen Content Lifecycle, in dem die unterschiedlichen Phasen deutlich wurden, die ein Content von seiner Entstehung bis zur Publikation und Archivierung durchläuft. Dabei sind verschiedene Aspekte innerhalb des Prozesses zu berücksichtigen. Der Content muss eine Botschaft enthalten, die sich als roter Faden durch das Dokument zieht. Das Dokument sollte die Zielgruppe ansprechen, die vorher definiert wurde.
Soweit User Inhalte kommentieren können, ist ferner darauf zu achten, dass jemand auf die Kommentare, Fragen und Kritiken eingeht; die Seite also moderiert wird.

Nach verschiedenen Fragen, die im Zusammenhang mit einer Content-Strategie erörtert wurden, kamen wir später noch zu unterschiedlichen Content-Formen, die im Internet eingesetzt werden. Dazu zählen Texte, Bilder, Videos und Games.
Texte haben eine andere Wirkung als Bilder – sie informieren, beraten und unterhalten. Bilder können (Text)inhalte unterstreichen und den User emotionalisieren. Videos wiederum sind vielschichtig und transportieren mehrere Informationsebenen.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Fabian Reiß:

  • beim Schreiben User-Interessen und Suchmaschinen-Algorythmen berücksichtigen
  • Zielgruppe und deren Interessen im Auge behalten
  • Nutzung diverser Medien, um den Content für Seitenbesucher interessant zu gestalten

In der Abend-Session erzählte uns dann Jens Fauldrath etwas zu „Nachfrageorientierten Content-Strategie – Redaktionelles SEO“.
Im Fokus seines Vortrags stand „Google News“, ein spezieller Bereich innerhalb der Google Suche.

Jens Fauldrath bei der afs-Akademie

Zu diesem Thema gibt es in Jens’ Blog bereits einen eigenen Artikel.

Gibt man im Suchfeld bei Google „Kicker“ ein, so erhält man bei Auswahl „Web“ in den SERPs verschiedene Webseiten zur Zeitschrift in den vorderen Positionen. Die Darstellung ist dort eine ganz andere, als wenn man unter „News“ sucht.

Google-News bei der afs-Akademie

News zeigen tages- und stundenaktuelle Neuigkeiten aus aller Welt. Entscheidende Faktoren, um im News-Index zu einem Thema präsent zu sein, sind Trust der News-Quelle, Aktualität, CTR und Signale aus Social Media. Außerdem sind Content-Aspekte entscheidend.

Jens zeigte an einigen Beispielen aus seiner T-Online-Zeit, wie man es schaffen kann bei den News zu aktuellen Meldungen weit oben zu ranken. Vor allem ist schnelles Handeln wichtig, da man bei der Veröffentlichung von Kurznachrichten mit unterschiedlichen Online-Meldediensten konkurriert.

Zu den vordersten Publishern von Google-News gehören in Deutschland welt.de, focus.de und süddeutsche.de – demnach alles bekannte Tages- und Wochenzeitungen.
Diese Zeitungen sind jedoch nicht deshalb vorne, weil sie für Google schreiben, sondern für eine Leserschaft. Sie informieren User, die etwas über ein aktuelles Thema wissen möchten. Content schreiben bedeutet demnach auf Anliegen von Menschen eingehen.

Seine Ausführungen waren interessant, weil der Blick in die Praxis einen professiollen Umgang mit Google News veranschaulichte.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Jens Fauldrath:

  • Google News kann für die Gewinnung von Lesern genutzt werden
  • man optimiert nicht für Google, sondern für den User
  • guter Content ist Trumpf

Der offizielle Teil am Freitag war mit diesem Vortrag beendet. Anschließend tauschte man sich noch im Nachklang über SEO-Themen aus.

Nach dem Frühstück im Inter City Hotel starteten wir diesmal mit der Klausur, die sich mit Fragen aus dem vorangegangenen Keyword-Modul befasste. Im Anschluss daran standen drei Vorträge auf dem Programm:

  • Nicolas Sacotte: OnSite-Optimierung
  • Thomas Zeithaml: Shop-Optimierung
  • Martin Mißfeldt:Medien-Optimierung

Nicolas Sacotte erzählte uns etwas zu On-Site Faktoren und den Einfluss von Ordnerstrukturen auf die Interpretation der Suchmaschinen. Dabei betonte er, dass nicht nur der Leser, sondern auch die Suchmaschine Aufbau und Struktur verstehen sollte.

Nicolas Sacotte bei der afs-Akademie

Eine Navigationsstruktur sollte sich in der URL nachvollziehen lassen. Man verknüpft hier Überschriften mit Strukturelementen.
Google mag keine komplizierten Links, die mit unterschiedlichen Parametern bestückt sind. Daher sollten sehr lange und schwer leserliche URLs soweit wie möglich vermieden werden. Auch dem User kommen „sprechenden URLs“ zugute, da sie einen Anhaltspunkt zu Inhalten einer Seite.
Außerdem ist es sinnvoll von der Homepage nicht nur auf Oberseiten, sondern auch auf tiefer liegende Seiten zu verlinken. Der Linkfluss wird damit breiter gefasst.

Schließlich gab es noch einige Ausführungen zum Thema Pagespeed. Nicolas nannte uns Möglichkeiten, um die eigene Seite schneller zu machen. Dazu zählen unter anderem die Verschlankung des Quellcodes, Auslagerung und Komprimierung von Dateien.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Nicolas Sacotte:

  • bildet eure Website-Strukturen verständlich ab
  • achtet auf einen ausgewogenen Linkfluss bei eurer Seite
  • vermeidet duplicate Content

Nach einer kurzen Pause ging es mit dem nächsten Referenten weiter. Thomas Zeithaml befasste sich in der Mittags-Session mit dem Thema Shop-Optimierung. Zunächst ging es um die Differenzierung verschiedener Shop-Systeme. Er ging dabei auf OSCommerce, Magento, Oxid Eshop und JTL ein und stellte die Merkmale dieser Shop-Systeme vor.

Thomas Zeithaml bei der afs-Akademie

Nach diesem Exkurs kam er auf das Thema der „Technischen Shop-Optimierung“ zu sprechen und umriss, mit welchen Problemen Shops bei der Suchmaschinenoptimierung zu kämpfen haben. Dies sind unter anderem SessionIDs, URL-Design und Duplicate Content. Wir erfuhren Lösungsansätze, um mit Shops suchmaschinenfreundlich im Internet zu agieren.
Nach weiteren Folien zu redaktioneller Arbeit, wurde seine eigentliche Präsentation mit Tipps zum Seitenaufbau abgeschlossen.

Interessant war anschließend der Blick in die Praxis. Wir schauten uns zum Beispiel einen Outdoor-Shop an, um einen Eindruck zu erhalten, welches Optimierungspotential in verschiedener Hinsicht vorliegt.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Thomas Zeithaml:

  • auch in einem Shop sollte es leserliche URLs geben
  • kanonisches URL Design für die Vermeidung von duplicate content anwenden
  • JS und Flash vermeiden, da dies für Google schwer auslesbar ist

Am Nachmittag stand schließlich noch eine Session zum Thema Medien-Optimierung auf dem Programm. Referent war Martin Mißfeldt, der mit uns eine Reise in die Online-Bildwelt machte und uns Optimierungsmöglichkeiten von Medien aufzeigte.
In seinem TagSeoBlog schreibt Martin regelmäßig zu Themen rund um Medien und Suchmaschinenoptimierung.

Martin Mißfeldt bei der afs-Akademie

Bilder und Videos reichern Texte an und machen Content interessanter. Google bietet eine eigene Bildersuche an. Wer Bilder in der Bildersuche von Google nach oben bringen möchte, sollte auf verschiedene Aspekte bei der Online-Stellung achten. Es wird dabei unter anderem zwischen OnPicture- und OnPage-Faktoren unterschieden.
Die OnPicture-Faktoren betreffen Auszeichnungen und Anpassungen am Bild selbst, die OnPage-Faktoren behandeln Einflüsse außerhalb des Bildes, z.B. der umliegende Text.

Darüber hinaus haben wir etwas über OffPage- und eine Reihe anderer Ranking-Faktoren erfahren, die vor allem anhand von praktischen Beispielen verdeutlicht wurden.

Im Gegensatz zu anderen Referenten, gab es diesmal keine Präsentation im eigentlichen Sinne. Wir erfuhren über Google selbst, was es bei der Medienoptimierung zu berücksichtigen gilt.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Martin Mißfeldt:

  • die Bildgröße und das Bildformat haben Einfluss auf die Google-Suche
  • der Dateiname eines Bildes ist ein wichtiger Ranking-Faktor
  • der umliegende Text eines Bildes sollte das Keyword des Bildes enthalten

Im Anschluss an Martins Sessions wurden wieder einige organisatorische Themen behandelt.

Die Referenten des dritten Moduls haben verschiedene Facetten der OnPage-Optimierung aufgezeigt. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass gerade die Shop-Optimierung eine Sonderstellung einnimmt, weil doch diverse Stellschrauben gedreht werden müssen, die insbesondere auf Google und weniger den User ausgerichtet sind. Session-IDs, Weiterleitungen und duplicate Content sind allesamt Themen, die für einen Shopbesucher nicht so entscheidend sind. Google interpretiert den Umgang mit diesen Themen allerdings kritisch.

Bei Content-, Medien- und OnSiteOptimierung sollte man dagegen vor allem auf den Nutzer Rücksicht nehmen. Korrekte Benennung von Inhalten, eine aussagekräftige Navigationsstruktur und der Content-Mix bilden die Grundlage dafür, dass Besucher Gefallen an einer Website finden. Wiederkehrende Besucher signalisieren Google wiederum, dass eine Seite Relevanz hat.

Das vierte Modul – alles unter dem Zeichen des Links

Nach dem dritten Modul war die erste Halbserie bei der afs-Akademie vollbracht. Dies betraf die Anzahl der absolvierten Moduls und das laufende Praxisprojekt. Wir wurden in den Wochen zwischen Anfang und Ende Juli von Anett darüber informiert, was beim Anlegen eines Impressums zu beachten sei und welche Referenten beim vierten Modul auftreten. Darüber hinaus gab es ein Webinar, in dem Fragen zum Praxisprojekt gestellt werden konnten.

Im vierten Modul befassten wir uns mit dem Thema OffPage-Optimierung.

Am Freitag, den 26.07.2013 ging es wie üblich im Inter City Hotel los. Startthema des Moduls war die Session von Patrick Klingberg, der uns in seinem Vortrag über „Linkbuilding“ informierte.

Patrick Klingberg bei der afs-Akademie

Das Linkbuilding ist Teil der OffPage-Optimierung. Da Links von Suchmaschinen als Empfehlungen gewertet werden, sollte man beim Linkbuilding dafür sorgen möglichst gute Links von externen Seiten zu erhalten. Gute Links sind solche, die auf guten, vertrauenswürdigen Seiten gesetzt werden.
Wenn Google einen Backlink (Link einer anderen Seite zur eigenen Site) identifiziert, wird analysiert um was für eine Link gebende Seite es sich handelt. Patrick wies darauf hin, dass Google bei Linkquellen den Mehrwert, die Linkplatzierung und einen möglichen Linkkauf erkennen, einordnen und interpretieren kann.
Im Anschluss daran ging es um Link-Attribute, um Indexierung, „dofollow-links“ und unterschiedliche Updates von Google, wie Pinguin und Panda.

Drei Hinweise aus dem Vortrag von Patrick Klingberg:

  • baut Backlinks von vertrauenswürdigen Quellen nach und nach auf
  • achtet bei Backlinks auf die Vertrauenswürdigkeit der Linkquelle
  • natürlich vorgehen und handeln

Ein interessanter Start in das vierte Modul. Nach dem gemeinsamen Dinner gab es noch einen SEO-Stammtisch, bei dem wir uns untereinander und mit den Referenten des Wochenendes austauschen konnten.

SEO-Stammtisch bei der afs-Akademie

Gegen 1 Uhr war ich dann im Bett, am Samstag ging es wieder früh los. Der nächste Tag hatte wieder einiges zu bieten. Drei Referenten und damit drei Vortragsthemen standen auf der Agenda:

Pascal Landau: PageRank & TrustRank

Eric Schulz: Linkbait

Kai de Wals: Social Media Marketing

Nach der Klausur zum Thema OnPageOptimierung startete Pascal Landau mit der Session zum Thema “PageRank & TrustRank”.

Pascal Landau bei der afs-Akademie

Ich selber hatte vorher schonmal den Begriff PageRank gehört, kannte jedoch keine Details.
Mit dem PageRank gibt Google eine Einschätzung zur Authentizität und Autorität von Webseiten. Je höher der PageRank, mit desto mehr Qualität kann bei einer Webseite gerechnet werden. Larry Page, der Erfinder des PageRanks hat 1998 in einer Ausarbeitung die Bedeutung von Hyperlinks für eine Reputation beschrieben und auf eine Formel gebracht:

PageRank-Formel

Pascal präsentierte die unterschiedlichen Elemente dieser Formel und welches Prinzip dahinter steht. Ohne auf Details eingehen zu wollen, blieb nachvollziehbar im Gedächtnis, dass die Vererbung von Linkpower von der Anzahl ausgehender Links abhängt. Verlinkt eine Quelle von einer Seite zu drei unterschiedlichen Sites, so wird an jeder der drei Seiten weniger vererbt, als wenn die Linkquelle nur einen ausgehenden Link hätte. Ist ein Link mit „nofollow“ ausgezeichnet, findet keine Vererbung statt.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Pascal Landau:

  • ein PageRank-Modell geht von einem Linkkreislauf aus
  • der PageRank sollte nicht alleine für die Bewertung einer Website genutzt werden
  • Google hält den PageRank vage, um Manipulationen zu erschweren

Der heutige Einfluss des PageRank für die Suchmaschinenoptimierung ist schwierig zu beurteilen. Google selber hebt immer wieder andere Themen vor, die für die Optimierung größere Bedeutung haben. Befasst man sich mit Webkatalogen und Verzeichnissen, kann der PageRank ein Indiz dafür sein, ob ein Eintrag überhaupt sinnvoll ist.

Nach den Links ist vor den Links. Durch Eric Schulz erfuhren wir etwas über Linkbait. Als „Linkbaiting“ bezeichnet man allgemein das Ködern von Menschen oder Unternehmen, um einen Backlink auf eine Seite zu setzen. Geködert wird mit Informationen, Angeboten, Provokationen oder Belohnungen.

Eric Schulz stellte uns nach einer ersten Definition verschiedene Möglichkeiten des Linkbaitings vor. Dabei klassifizierte er unterschiedliche Formen der Linkbaits wie Informationen, Auszeichnungen, Provokation, Humoriges, Tools/Downloads und Belohnungen.

Eric Schulz bei der afs-Akademie

Um selber erfolgreiches Linkbaiting zu betreiben, reicht es allerdings nicht die Arten des Köderns zu kennen. Man muss einen Plan entwickeln, eine Vorgehensweise durchdenken und seine Zielgruppe im Auge behalten.

Eric verdeutlichte an einem praxisnahen Beispiel, dass es gar nicht so schwer ist eine sehr große Zielgruppe zu identifizieren. Die Zielgruppe wird auf ein Thema lenkt, was für sie Relevanz hat. Links sollten auch beim Linkbaiting als natürliche Empfehlungen verstanden werden.
Die Vorgehensweise befasst sich mit Rahmenbedingungen, einer Zieldefinition, der Zielgruppe und dem Content. Liegen Daten und Infos dazu vor, geht es darum den Köder auszulegen und somit Links einzusammeln.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Eric Schulz:

  • Vor jedem Linkbaiting sind messbare Ziele zu definieren
  • Ermittelt eure Zielgruppe und behaltet sie im Auge
  • Der Köder wird am Ende des roten Fadens ausgelegt und nicht am Anfang

Das Thema Linkbaiting war äußerst spannend, da es aufzeigte, wie man auf natürlichem Wege zu (wertvollen) Backlinks gelangen kann. Google ist daran interessiert, dass Backlinks als Empfehlungen verstanden werden. Mit einer durchdachten Vorgehensweise ist dies beim Linkbaiting möglich. Ein solcher Prozess zieht sich allerdings über mehrere Monate. Diverse Vorbereitungen sind zu treffen. Am Ende einer Kette von Handlungsschritten kann man allerdings die Früchte (Links) der Arbeit ernten und braucht vor Google-Updates keine Angst haben.

Idee, Strategie, Konzeption und planvolle Umsetzung sollten dabei Hand in Hand gehen. Am Ende steht die Analyse gesteckter Ziele und die anschließende Optimierung eigener Maßnahmen. Wer mehr über ein konkretes Beispiel erfahren möchte, spreche Eric Schulz direkt an.

Eine wunderbare Möglichkeit um Köder auszuwerfen besteht in der Nutzung von Social Media Kanälen. Genau damit befasste sich Kai De Wals in der Nachmittags-Session.

Kai de Wals bei der afs-Akademie

Als Einstieg warf er eine Definition in die Runde. Unter Social Media sei das „Mitmach-Internet“ zu verstehen, bei dem jeder Informationen, Meinungen und Sachverhalte öffentlich äußern könne. Gegenüber anderen Massenmedien können alle Teilnehmer als Sender und Empfänger auftreten.
Nach diesem theoretischen Abstecher und einigen Infografiken (Social Media Prisma), befassten wir uns mit Eigenschaften eines Blogs. Das besondere Merkmal von Blogs besteht heutzutage darin, dass sie massenkompatibel und schnell erlernbar sind. Jeder kann innerhalb von wenigen Stunden einen Blog aufsetzen und für die Internet-Welt bereitstellen. Die Social Media-Kanäle können entweder dazu genutzt werden selber zu bloggen oder auf einen eigenen Blog zu verweisen.

Ihr wollt eure Inhalte öffentlich publik machen? Dann nutzt Social Media Kanäle! Unter den Top-10 der meistbesuchten Internetseiten sind fünf Social Media Webseiten zu finden. Außerdem suchen ca. 2 von 3 Internetnutzern Social Media Netzwerke auf.

Und was machen die ganzen Leute dort? Sie kommunizieren! Was Kommunizieren bedeutet und was dabei zu beachtet ist, hat Kai ausführlich erklärt.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Kai De Wals:

  • Der Einfluss eines Social Media Kanals kann für eigene Projekte immens sein
  • Nicht nur Inhalte in Netzwerken liefern, sondern auch auf Feedback reagieren
  • Mit der Kundschaft sprechen, zeitnah

Die Bedeutung von Social Media war mir auch vor Kai’s Ausführungen bewusst. Kai hat verdeutlichte, dass man einen solchen Kanal auch pflegen muss und es nicht nur darum geht Inhalte reinzufeuern. Die Kommunikation, ja der Austausch mit dem User, steht im Fokus des Kanals.

Nur wer in Sozialen Netzwerken glaubwürdig auftritt, schnell auf Feedback reagiert und hilfreiche Antworten liefert, wird auf Dauer erfolgreich sein. Bevor man sich also entschließt professionell Social Media Netzwerke zu nutzen, sollte man sich genau überlegen, ob man dauerhaft schnell, informativ und interessant sein kann.

Damit ging das vierte Modul zu Ende.–

Modul 5 – Tools und Tracking

Die Zeit schritt voran, es wurde am Praxisprojekt weiter gebastelt und langsam bogen wir auf die Zielgerade ein. Das vorletzte Modul hatte „Tools“ zum Thema. Die Referenten waren Spezialisten auf dem Gebiet der Analyse und des Trackings.

Am Freitag, den 30.08.2013, durften wir auf folgende Vorträge gespannt sein:

Dennis Hain: Webanalyse

Gerald Steffens und Constantin Rehberg: Tool-Vergleich

Dennis Hain gab in seiner Präsentation einen Einblick in das Thema Tracking, welches er auch immer wieder in seinem Blog aufgreift. Was es beim Messen zu beachten gibt und welche Strategien möglich sind, verdeutlichte er in der Nachmittags-Session.
Nach einem Einstieg über Veränderungen bei der Kommunikation, vermittelte er uns Sinn und Zweck des Trackings. Das Tracking hilft uns beim Lernen und Optimieren. Wir bekommen Daten geliefert, die wir auswerten und interpretieren können, um anschließend Maßnahmen für Verbesserungen zu treffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es Richtlinien für die Erfassung von Daten gibt. Nicht alles, was machbar ist, ist auch erlaubt.

Dennis Hain bei der afs-Akademie

Wer Tracking Tools einsetzt, kann Geld sparen und Geld verdienen. Die Auswertungen zeigen lukrative Vertriebskanäle, aber auch solche, die lediglich Kosten verursachen.
Hier geht es zur Agentur von Dennis, die euch zu unterschiedlichen Möglichkeiten des Trackings beraten kann.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Dennis Hain:

  • verlasst euch nicht auf ein Tool, sondern vergleicht die Ergebnisse mehrerer Tools
  • messbare Ziele festlegen und fortwährendes Monitoring auf entscheidenden Kanälen
  • befasst euch mit den eCommerce Metriken und behaltet die KPI’s im Auge

Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass oft viel Zeit in Analysen gesteckt wird – daran anschließende Maßnahmen aber vielfach auf der Strecke bleiben. Es ist nicht immer einfach zu identifizieren, warum die eine Landing Page besser funktioniert als die andere; vor allem, wenn die Pages sich in einer Reihe von Dingen unterscheiden. Beim Tracking ist es nicht nur wichtig, Daten zu erhalten, sondern diese auch wirksam einzusetzen bzw. zu verwerten.

In der Dinner-Session stand schließlich noch ein Tool-Vergleich auf dem Programm. Wir schauten uns Sistrix und Searchmetrics an, um die Tools in einigen Gesichtspunkten gegenüberzustellen. Die Tools gleichen sich vielfach in den Möglichkeiten, was im Laufe der Diskussion und Vorstellung deutlich wurde.

 

Am 31.08.2013 starteten wir erneut mit einer Klausur in den Tag. Diesmal ging es um die Aufgabenlösung zum Thema Linkbuilding.

Anschließend begann der Workshop zu OnPage.org, den Jan Hendrik Merlin Jacob leitete.

Als Programmierer des Tools kennt er dieses in- und auswendig und konnte uns dabei einen guten Überblick zu verschiedenen Bereichen geben.

Es ist nicht zielführend verschiedene Tool-Bereiche aufzugreifen. Wer sich ein Bild über die Funktionalitäten machen möchte, sollte am besten die onpage.org-Seite direkt aufrufen. Statt drei Erkenntnissen belasse ich es hierbei: In der Praxis lernt ihr tools kennen!

Jan Hendrik Merlin Jacob bei der afs-Akademie

Interessant war in dieser Doppel-Session die Beurteilung von unterschiedlichen Webprojekten. Bei Tracking-Tools ist dies auch sinnvoll, anstatt in einer Präsentation einzelne Bereiche theoretisch zu beleuchten. Wir erhielten Daten, Beurteilungen und Einschätzungen zu einer Steuererklärungsseite. Die Kunst ist es nach solchen Analysen an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

In der Nachmittagssession hörten wir dann noch einen Vortrag von Astrid Jacobi.

Astrid erzählte etwas aus der Usability-Welt. Usability wird allgemein auch als Benutzerfreundlichkeit bezeichnet. Im eCommerce möchte man, dass Kunden auf einer Seite etwas buchen, kaufen oder runterladen.

Astrid Jacobi bei der afs-Akademie

Findet die Kundschaft den „Aktions-Button“ nicht, weil dieser zu klein, zu weit unten oder nicht erkennbar ist, dann ist die Usability in diesem Gesichtspunkt schlecht. Wir haben erfahren, was es ausmacht das „Handling“ einer Website im Griff zu haben.

Gute Websites führen den User und sind von ihm individuell zu bedienen. Kleine Elemente informieren über Funktionalitäten und nehmen den User an die Hand. Astrid gab uns eine Reihe von Tipps auf den Weg, wie wir Maßnahmen treffen um die Usability zu steigern. Wie auch bei anderen Themen geht es darum Erkenntnisse über die eigene Zielgruppe zu erhalten.

Wie denken meine Kunden? Was hat meine Zielgruppe für Wünsche?

Die Methoden der Informationsgewinnung sind vielfältig. Eine Möglichkeit ist das „Eyetracking“, bei der über eine Kamera aufgezeichnet wird, welche Bereiche einer Site fokussiert wahrgenommen werden.
Astrid verdeutlichte, dass es dabei Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Männer und Frauen nehmen Seiteninhalte verschieden wahr.
Später ging es noch um Wahrnehmungsprinzipien und verschiedene Gesetze der Nähe, Ähnlichkeit und Geschlossenheit.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Astrid Jacobi:

  • fragt Freunde und Bekannte, ob sie Abläufe auf einer Website verstehen
  • nutzt Tools, um die Usability zu verbessern und Rückschlüsse zu ziehen
  • sucht den Dialog mit eurer Zielgruppe

Etwa zwei Wochen nach dem 5. Modul bekamen wir eine Hausaufgabe zugeschickt, die anstelle einer fünften Klausur zu lösen war. Das Thema umfasste die vorangegangene Session, also Tools. Wir bekamen etwa vier Wochen Zeit, um die Aufgaben zu lösen. Allgemein ging es darum Ranking-Verläufe zu analysieren. Es gab eine Vorgabe für die Ausarbeitung, die einen Rahmen von fünf Seiten nicht übersteigen sollte. Einen einleitenden Anschnitt der Hausaufgabe seht ihr hier:

Klausuranschnitt bei der afs-Akademie

Im nachhinein hätte mich interessiert, welche Lösungen die Akademie für die einzelnen Aufgaben im Blick hatte. Obwohl ich ein sehr gutes Gefühl beim Einreichen meiner Lösung hatte, war dies witziger weise die schlechteste aller Teilprüfungen. Da die Abgabe allerdings noch bis zu dem Wochenende des letzten Moduls erfolgen konnte, war es nachvollziehbar, dass am letzten Präsenztermin keine Lösung erläutert wurde.
Die Fragen waren für mich gut verständlich und über unterschiedliche Google-Updates konnte man sich zu einer Lösung vortasten.

Modul 6 – Marketing, More und eine Schlussfeier

Finale…oho! Das letzte Modul in Berlin fiel in die dritte Oktoberwoche. Noch einmal gab es eine Freitagssession mit zwei und eine Samstagssession mit drei Vorträgen. Irgendwie waren es aber Samstag eher 3 ½ Vorträge – dazu später mehr.

Vor dem Vortragsteil stand zuerst die Überreichung von Teilnahmebescheinigungen an.

Sebastian Runde mit Gerald Steffens bei der afs-Akademie

Diese enthielt eine Zusammenfassung aller Module und den “Beweis”, dass die Teilnehmer an den Vorträgen teilgenommen haben.

Beim Finale der afs-Akademie ging es um „Marketing, Mobile & More“. Ziemlich weit gefasst, was dann auch bei den Vorträgen deutlich wurde.

Der Begriff Marketing vereint unter sich verschiedene Marketing-Disziplinen, was heutzutage auch in Stellenbeschreibungen deutlich wird. Mal wird jemand gesucht, der sich mit Affiliate-Marketing auskennt, dann soll jemand im Display-Marketing bewandert sein und wenn der Marketing-Mensch auch Guerilla- und Content -Marketing kennt – umso besser.

Eben mit dem Content-Marketing startete die Pre-Dinner-Session.

Mit Franziska Neubert machten wir einen Ausflug in die Content-Marketing-Welt, die sie anhand einer Case Study vorstellte. Die thematische Auseinandersetzung mit einem Shop rückte Franziska in den Fokus ihrer Ausführungen. Shop-Themen diskutieren User in Foren und Blogs. Die Gesprächsplätze bieten Ansatzpunkte, um Material bzw. Ideen für einen Content zu finden.

Zuerst also Fragen und Diskussionen sichten und anschließend mit attraktivem Content Antworten und Lösungen liefern.

Franziska Neubert bei der afs-Akademie

Gelingt einem Shop sowas, so stärkt er seine Marke und erweitert die Reichweite. Lösungen zum Thema Content-Marketing bietet die Firma Projector, für die Franziska arbeitet.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Franziska Neubert:

  • prüft Foren und Blogs auf Diskussionen rund um Themen, die für einen Shop relevant sind
  • Content schaffen für Unterthemen, für die es noch keinen attraktiven Content gibt
  • über attraktiven Content wird diskutiert, also unterschiedliche Medien nutzen

Nach einer kurzen Pause ging es mit Marco Janck weiter, der mit diversen Folien die Unterschiede zwischen Viral- und Guerillamarketing verdeutlichte. Auf einzelne Folien möchte ich gar nicht eingehen. Was eigentlich ganz naheliegend ist, aber gar nicht mehr bewusst gemacht wird, ist das Beobachten der eigenen Umgebung.

Marco Janck bei der afs-Akademie

Mir blieb sein „Pladoyer“ in Erinnerung, dass wir unseren eigenen Kosmos genau prüfen, beobachten und hinterfragen sollen. Geile Ideen liegen auf der Straße.

Im Nachgang verdeutlicht dies auch eine seiner eigenen Beobachtungen, durch die man sich inspiriert fühlen darf.

Ein interessanter Beitrag zum Guerilla-Marketing für Zahnärzte

Wachsam sein, die eigene Umgebung genau beobachten, inspirieren lassen und in eigene Aktionen umsetzen.

Anschließend wurde gegessen und an der Bar noch das ein oder andere Getränk geschlürft. Der vorletzte Tag der Akademie ging zu Ende.

Nach der Pflicht am Samstag (die “Guten-Morgen-Klausur”) ging es dann schnell zum angenehmen Teil über. Drei Referenten präsentierten sich am 19.10.2013:

Pelle Boese: Mobile SEO

Karl Kratz: Conversion Optimierung

Christian Geipel: Bilderrecht

Pelle Boese befasste sich in seiner Mobil-Präsentation mit den Unterschieden zwischen Mobile SEO und Desktop SEO.
Der Fokus einer mobilen Site liegt darauf, dass diese als “mobil” erkannt wird. Dass die Seite rankt, ist in der Regel nebensächlich, meist sogar überhaupt nicht erwünscht.

Ist auch irgendwie logisch, da man mit einer mobilen Seite keine eigene Konkurrenz generieren will.

Pelle Boese bei der afs-Akademie

Hat man seine Site auf Mobil eingestellt, rankt aber mit der normalen Site, so ist es nicht sinnvoll im Web-Index auf Mobile zu optimieren.
Auch wenn man Mobil für Google optimiert, kann es aber sein, dass eine Mobile URL bei Google oben gelistet wird. Dies hängt unter anderem davon ab, wie viele User mit mobilen Geräten eine Website aufrufen.

Pelle ging später zu technischen Aspekten von Mobile SEO über. Die unterschiedlichen Merkmale von Responsive Design, mehreren URLs und einer URL mit mehreren Systemen wurden verdeutlicht.
Vor- und Nachteile sind abzuwägen. Nach den Ausführungen hatte ich das Gefühl, dass Responsive Design die Lösung ist, die mit Blick auf SEO und Google die meisten Vorzüge hat.

Drei Erkenntnisse aus dem Vortrag von Pelle Boese:

  • Mobile Sites sollten in der Regel nicht oben ranken
  • analysiert, wie viele eurer Besucher bereits mobil eure Seiten aufsuchen
  • darauf achten, dass Duplicate Content vermieden wird

Nach einer kurzen Pause ging dann Karl Kratz mit dem Thema Conversion-Optimierung an den Start. Wer intelligente Fragen stellte oder auch gute Antworten gab, konnte den einen oder anderen Preis abräumen (siehe Bild). Das Bild stammt also tatsächlich von der Akademie. ;-)
Ich kannte Karl vorher nicht, im SEO-(Marketing)-Umfeld gehört er aber wohl zu den „festen Größen“.

Karl Kratz bei der afs-Akademie

Bei der Conversion-Optimierung ist man an Status-Änderungen interessiert: Aus Besuchern Interessenten machen, aus Interessenten Leser und aus Lesern Käufer.

Karl griff während seiner Präsentation auf seine E-Book-Site zum Thema Landing-Pages zurück.
Je nachdem, in welcher Situation ein Menschen / User eine Website aufruft, wird individueller Content ausgesteuert. In wenigen Sätzen lässt sich die Prozesskette nicht zusammenfassen.
Auf seiner E-Book-Site ändert sich der Content je nach Aktion der User. Dies erfolgt über Cookies, die gesetzt werden und Daten an die Site übermitteln.

Wenn ein User auf der Ebook-Site zum Beispiel die kostenlose Leseprobe runtergeladen hat, so rückt dieser Button beim nächsten Besuch in den Hintergrund. Dafür sieht der User dann Rezensionen und der kostenpflichtige Button tritt in den Vordergrund.
Dieses Prinzip „user-spezifischen“ Content auszuliefern, kennt man z.B. auch von Amazon. Nach dem Kauf eines Produkts wird ein dazu passendes Produkt angezeigt. Bevor abgewandelter Content allerdings ausgeliefert wird, gilt es das Verhalten der Kunden zu tracken, die Ergebnisse zu analysieren und daraufhin Schlussfolgerungen zu ziehen.

Sehr lehrreich und spannend, wie Karl seine Projekte angeht und in die Tat umsetzt. Es steckt viel Gehirnschmalz, Konzeption und Tracking dahinter.

Wir hatten nach seiner Präsentation noch etwas Zeit – also: 30 Minuten Bonus mit Karl Kratz. Und so fanden wir es:

Karl Kratz bei der afs-Akademie

Diesmal ging es um sein Projekt der Risikolebensversicherungs-Seite.

Diese Seite hat kein Menü, sondern bietet ein Inhaltsverzeichnis mit Anker-Links. Je nachdem, wo der User hinklickt und wie seine Verweildauer in bestimmten Passagen ist, wird am Ende der Seite wechselnder Content ausgeliefert.
Es war spannend zu sehen, was mit dem Einsatz von dynamischem Content möglich ist und wie dieser zielgerichtet eingesetzt werden kann. Es geht um den User, dessen Erwartungshaltung und guten Content.

Drei Erkenntnisse aus den Vorträgen von Karl Kratz:

  • schaut euch intensiv das Verhalten eurer Kunden an
  • macht aus Usern Interessenten, aus Interessenten Leser, aus Lesern Käufer und aus Käufern Mehrfachkäufer.
  • investiert Zeit und Leidenschaft in euren Content – es wird sich auszahlen

Den Abschluss bildete schließlich die Session von Christian Geipel zum Thema „Bildrecht“.

Ein sehr wichtiges Thema, mit dem ich jüngst selber zu tun hatte. Die Einbindung von Bildern auf der eigenen Site geht über eine Quellenangabe oft hinaus. Christian Geipel erläuterte uns die Vorgaben des Urheber- und Verwertungsrechts von Bildern.

Christian Geipel bei der afs-Akademie

Wer fremde Bilder auf seiner Seite einbindet, sollte diese entweder käuflich erwerben oder sich schriftlich bestätigen lassen, dass diese für den eigenen Gebrauch veröffentlicht werden dürfen. Auch kostenlose Bilder von so genannten „Bildportalen“ bieten keine Gewissheit darüber, ob sie frei für die private Nutzung sind.

Ich halte es für sinnvoll die Themen „Bildrecht“ und „Markenrecht“ (Session 2) zusammenzuführen und in einem Rutsch abzuhandeln. Dieses Thema fällt tatsächlich mit Blick auf den Titel des sechsten Moduls unter „More“. Mit Marketing hat dies jedoch nichts zu tun, auch wenn Marketing-Leute schon etwas über rechtliche Themen im Internet wissen sollten.

An dieser Stelle noch ein persönlicher Schwenk, was das Thema „Bildrechte“ angeht. Im Praxisprojekt befasste ich mich mit Ausflügen in Hamburg. Dabei habe ich auf einer Internetseite attraktive Stadtplanauszüge entdeckt und verwendet. Ich dachte etwas leichtgläubig, dass eine Quellenangabe zur Internetseite reichen würde. Dem war nicht so.

Eines Tages bekam ich eine E-Mail von dem Verlag, der diese Stadtpläne herausgibt.

“Sehr geehrter Herr Runde,

mein Anwalt machte mich auf Ihre Seite aufmerksam. Er hat die Seite gespeichert, so dass es keinen Sinn macht, jetzt noch schnell die Inhalte zu verändern und unsere Pläne zu entfernen.

Sie haben jetzt noch bis Montag, den 18. November Zeit sich mit mir telefonisch in Verbindung zu setzen. Anderenfalls bin ich raus aus der Sache und Sie müssen nur noch mit dem Anwalt verhandeln.

Mit freundlichen Grüßen”

Eine deutliche Ansage und ich musste erst einmal überlegen, wie ich am besten vorgehe.

Einerseits habe ich in einer freundlichen E-Mail geantwortet, dass es sich um eine Seite ohne „finanzielles Interesse“ handelt und ich selbstverständlich Nachbesserungen in der Auszeichnung der Bilder vornehme. Ich habe dem Ermahner auch in Aussicht gestellt einen Link zu seiner Seite hinzufügen.
Nach ein bis zwei vergeblichen telefonischen Anläufen haben wir dann miteinander gesprochen und eine für alle Seiten zufriedene Lösung gefunden. Bei der Gelegenheit erzählte er mir, dass ein Anwalt für ihn tätig sei, der ihm regelmäßig Seiteninhaber zuschickt, die abgemahnt werden könnten. In den meisten Fällen macht er dies auch, bei näherem Blick auf meine Seite und meine Reaktion, hat er sich aber schon gedacht, dass eine Lösung ohne Rechtsstreit möglich sei. Für ihn ist dies tatsächlich eine willkommene Einnahmequelle. Sein Anwalt beschäftigt Studenten, die das Internet nach seinen Stadtplänen durchforsten.

Wer also einmal einen Stadtplanauszug auf seiner Seite unterbringen möchte, dem rate ich höllisch aufzupassen. Auch wer „Stadtpläne Abmahnung“ bei Google eingibt, wird eine Fülle an Informationen dazu finden.

Das Gezeter um Stadtpläne hat mich jedenfalls für das Thema Bild- und Urheberrecht sensibilisiert.

Bei rechtlichen Themen möchte ich ansonsten keine Ratschläge geben. Nicht umsonst wird bei Abmahnungen immer wieder darauf hingewiesen, dass man sich einen Anwalt nehmen soll.
Blöd nur, dass dies sofort mit Kosten verbunden ist. In meinem Fall war ich mir ziemlich sicher, dass ich mit Freundlichkeit und dem Angebot von Lösungsansätzen weiterkomme. Verdiene ich mit meiner Website jedoch Geld sieht es aber schon anders aus. Ambesten selber Bilder kaufen oder das Medium Bild/Video/Text zur Veröffentlichung freigeben lassen. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Der offizielle Teil der afs-Akademie war damit abgeschlossen. Eine schöne Abschlussfeier stand allerdings noch an.

Feier zum Abschluss der afs-Akademie

Feier zum Abschluss der afs-Akademie

Später zogen manche von uns dann noch weiter. Am nächsten Tag konnten wir schließlich ausschlafen.

Klausuren bei der afs-Akademie

Für jede Klausur bei der afs-Akademie gab es eine zeitliche Vorgabe von 45 Minuten. Es handelte sich durchweg um Multiple-Choice-Aufgaben, bei denen aus vier Antwortmöglichkeiten die Richtige gefunden werden sollte. Das Prinzip war demnach wie bei Wer wird Millionär, wobei es keine Joker gab.
Klausuren bestanden immer aus 40 Fragen, die nach folgendem Muster gestellt waren:

Was war ein Vorläufer von Google?
a) Archie

b) Netscape

c) Bing

d) Facebook

Für mich selber waren bei jeder Klausur ¾ der Fragen schnell und einfach zu lösen. Bei 30 von 40 Fragen war ich mir sehr sicher, dass ich diese richtig hatte. Zu etwa fünf Fragen hatte ich Schwierigkeiten, da die Formulierung der Frage oder die Antwortmöglichkeiten verwirrend waren. Die restlichen fünf Aufgaben musste ich nach dem Ausschlussprinzip lösen und hoffen, dass ich richtig liege.

Allgemein wurde nach allen Klausuren über eine Reihe von Fragen zwischen den Teilnehmern diskutiert. Grund waren Verständnisprobleme. Dass die Verständnisprobleme teilweise nachvollziehbar waren, wurde beim darauf folgenden Modul deutlich, bei dem die Fragen noch einmal durchgesprochen wurden.

Gerald und sein Team entschieden sich bei einigen Fragen auch zwei Antwortmöglichkeiten zuzulassen. In solchen Fällen ließ die Aufgabenstellung mehr als eine Antwort zu. Den Teilnehmern ist dadurch also kein Nachteil entstanden.

Der Schwierigkeitsgrad der Fragen war aus meiner Sicht sehr unterschiedlich. Wer sich die Lehrmaterialien zweimal durchliest, sollte in der Regel mindestens 30-35 Punkte erreichen.

Fünf Klausuren wurden nach dem o.a. Schema geschrieben. Zu den SEO-Tools gab es eine Hausaufgabe, die wie eine Klausur gezählt wurde. Dabei ging es um die Analyse bestimmter Webseiten. Für die Hausaufgabe hatte man vier Wochen Zeit und konnte so in der Praxis etwas über Google Updates wie Pinguin und Panda erfahren und mögliche Konsequenzen nachvollziehen.

Das Ergebnis zu den Klausuren erfuhren die Teilnehmer in der Regel innerhalb von 14 Tagen per E-Mail.

Die Klausuren gingen zu 60% in die Gesamtnote ein, jede einzelne Klausur wird mit 10% gewertet.

Ich denke, dass es einerseits sinnvoll wäre, dass die afs-Akademie zukünftig Fragen ausschließt, die mehrere Antwortmöglichkeiten zulassen. Teilweise wirkten die Fragen auch etwas künstlich formuliert. In den Lehrmaterialien hatte man über ein Thema etwas gelesen und mit einer bestimmten Formulierung gerechnet. In der Klausur wurden Themen dann merkwürdig vermischt.

Letztlich war die afs-Akademie in der Benotung aber sehr zuvorkommend und bei 35/40 Punkten bekam man noch eine 1,3. Ich weiß nicht, wie die Schwellen darunter aussahen, denke aber, dass die Akademie bei der Qualität der Klausuren noch einiges an Luft nach oben hat. Entweder sollte das Niveau der Aufgaben durchweg etwas steigen oder die Benotung etwas strenger sein. Wenn man bedenkt, dass über die Hälfte der Zertifikatsnote durch die Klausuren realisiert wird, schafft man eine Note 4 als Gesamtnote, wenn man in jeder Klausur durchschnittlich 35/40 Punkten erreicht. Da müsste man überhaupt kein Praxisprojekt schreiben und hätte theoretisch bestanden.
Bleiben die Klausuren so – auch vom durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad – würde ich die Bedeutung des Praxisprojekts anheben, z.B. auf 75%.
Klausuren würden dann 5% zählen, es gäbe 5 Stück und mit einer Hausaufgabe zu den tools könnte man eine schlechte Klausur ausgleichen und Extrapunkte sammeln.

Mein Resüme zu den Klausuren bei der afs-Akademie:

  • sehr unterschiedlicher Schwierigkeitsgrad bei den Aufgaben
  • gute Noten in den Klausuren sind leicht zu erreichen
  • kein Universitätsniveau
  • ein Appell: weniger Wert auf Klausuren legen und mehr auf das Praxisprojekt

Das Praxisprojekt

Ein Teil der Ausbildung bei der afs-Akademie bestand in einem Praxisprojekt. Dabei verfolgte die afs-Akademie das Vorhaben, dass die Absolventen eigenständig SEO-Wissen in der Praxis anwenden. Deshalb entschieden sich die Organisatoren dafür, ein vierteiliges Praxisprojekt in die Benotung einfließen zu lassen. Ich werde an dieser Stelle nicht detailliert auf Aufgaben oder Lösungen eingehen, sondern einen allgemeinen Blick auf dieses Thema werfen.

Gegliedert war das Projekt in vier Teile:

  1. Themenfindung
  2. Keyword-Analyse
  3. Seitenaufbau
  4. Linkaufbau und Optimierungen

Der Bearbeitungszeitraum umfasste je nach Thema zwischen ein und zwei Monaten.

Das Praxisprojekt befasste sich mit einem eigenen Webprojekt. Bei dem Webprojekt sollten die Teilnehmer Inhalte des Gelernten in die eigene Website einfließen lassen. Der Fokus lag auf SEO-relevanten Themen, jedoch beschäftigte man sich in der Erarbeitung seines Projekts auch mit anderen Themen wie Gestaltung, Aufbau und redaktioneller Bearbeitung.

Erster Teil:

Der erste Teil umfasste die Themenfindung und Strukturierung des Praxisprojekts. Die Teilnehmer sollten sich dabei Gedanken machen, welche Ziele das Projekt haben soll. Der zeitliche Rahmen für die Ausarbeitung lag bei vier Wochen.

Mit der Lösung aller Aufgaben konnte man maximal 30 Punkte erreichen. Es gab allerdings im Laufe der Akademie keine Bekanntgabe von Ergebnissen. Gerald betonte zwischendurch, dass er und Anett ein Auge darauf haben, sollte die Ausarbeitung in eine falsche Richtung laufen. Ich denke, dass Gerald überlegen sollte, die Noten der unterschiedlichen Projektteile auch – wie bei den Klausuren – innerhalb von 14 Tagen zu verkünden.

Insgesamt war der erste Teil des Praxisprojekts leicht lösbar und die Aufgabenstellung war verständlich. Da es sich um offene Aufgaben handelte, kann ich mir aber vorstellen, dass die Benotung nicht immer leicht fiel. Es gab keine Vorgabe in der Ausarbeitungslänge und dadurch ist der Lösungsumfang voraussichtlich sehr unterschiedlich ausgefallen.

Zweiter Teil:

Im zweiten Teil wurde es ernst. Wer im ersten Teil noch wegen seines Themas unschlüssig war, konnte sich noch etwas Zeit lassen, um sich endgültig festzulegen. Im zweiten Praxisprojektteil beschäftigten wir uns mit Keywords. Darüber hinaus legte man die Domain fest. Ich selber nutzte dabei erstmals Tools, die beim Modul „Keywords“ erwähnt wurden.

Mit der Lösung der dortigen Aufgaben konnte man ebenfalls 30 Punkte erzielen. Auch der zweite Teil war für mich klar formuliert und einfach zu lösen. Da ich selber mein Projekt hosten wollte, konnte ich dahingehend schon tätig werden.

Wer noch keine Erfahrungen mit dem Hosten einer Website hat, der sollte sich genau überlegen, ob nicht das Hosting-Angebot der afs-Akademie geeignet ist. Die afs-Akademie hat dies ohne Zusatzgebühren angeboten. Nach dem Hosting konnte man direkt mit der Website-Gestaltung über WordPress loslegen.

Eigenständiges Hosting bedeutet eigene Verantwortung, zusätzliche Kosten und anstrengende Stunden, wenn man beim Aufsetzen oder Konfigurieren nicht gleich weiterkommt. Dafür sammelt man so natürlich Erfahrungen, die später nützlich sein können.

Dritter Teil:

Im dritten Teil konnte es in der Praxis richtig losgehen. Die Domain war gefunden, Keywords formuliert. Der Reiseplan für das Projekt stand fest.

Nun ging es darum für Content zu sorgen, Text zu schreiben und das angekündigte Vorhaben in Formen zu gießen. Auch dies galt es wieder zu dokumentieren. Es reichte im dritten Teil nicht die Website nach der Aufgabenstellung zu gestalten, sondern der Weg dahin war wieder ein Teilaspekt der Lösung. Ich selber habe dies über WordPress gelöst. Für Einsteiger das richtige CMS, da man schnell über die Google-Suche Lösungen für eigene Vorhaben findet. Die afs-Akademie setzte voraus, dass sich jeder eigenständig mit den Möglichkeiten des CMS befasst.

Da WordPress leicht zu bedienen ist und eine riesige Community hat, kann die afs-Akademie das auch verlangen. Womöglich eignet sich „Wordpress“ aber auch als eine eigene Session. Dies könnte an einem Vormittag mit dem bereits angesprochenen Thema „Hosting“ verbunden werden. Schritt 1 wäre das Hosten einer Website und die wichtigsten Punkte / Einstellungen, die dabei zu beachten sind. Schritt 2 der Muster-Start einer Website mit WordPress.

Ein Grundkurs in WordPress schadet bestimmt nicht, auch wenn eine Reihe von Teilnehmern bereits damit gearbeitet haben oder gar nicht damit arbeiten wollen. Letztlich gibt es immer Themen, bei denen die einen bereits mehr wissen als die anderen.

Für den dritten Praxisteil der afs-Akademie wurden 50 Punkte vergeben. Der Zeitraum umfasste zwei Monate, von Juli bis einschließlich August.

Vierter Teil:

Auf der Zielgeraden des Praxisprojektteils gab es die Auseinandersetzung mit Links und Tools. Damit schlägt die afs-Akademie die Brücke zwischen eigenen Inhalten und der Vernetzung ins Internet. Wie auch bei Teil 3 gab es wiederum 50 Punkte zu erzielen. Für die Bearbeitung standen der September und Oktober zur Verfügung.

Resume Praxisprojekt:

Der afs-Akademie ist vor allem wichtig, dass die Teilnehmer ihre Gedanken und Vorgehensweisen verdeutlichen und in einem Zusammenhang zum Projekt darstellen. Ob die Vorhaben, Schlüsse und Positionen für ein Ranking alle zielführend waren, ist nachgelagert. Dafür sind die Voraussetzungen bei den Projekten auch zu unterschiedlich. Jemand mit einem Nischenthema wird es leichter haben bei Google in den Ergebnissen weiter oben zu sein als jemand, der in einem umkämpften Marktumfeld agiert.

Als Absolvent empfehle ich für die Ausarbeitung einen gut strukturierten Text, der neben der Beantwortung der eigentlichen Fragen auch den Weg zur Lösung aufzeigt. Zur Antwort gehört nicht nur die Ziellinie zu überschreiten, sondern auch der ggf. kurvige Weg. Auch ungewöhnliche Herangehensweisen sollten dabei nicht ausgeschlossen werden. Das eigene Vorgehen spiegelt nicht nur die Lösung von Aufgaben wider, sondern kann auch für den Austausch mit anderen Teilnehmern anregend wirken. Zudem bekommt die afs-Akademie Rückmeldung, wie mit bestimmten Aufgaben verfahren wurde und wo Schwierigkeiten bestanden. Gerald und sein Team können daraus Informationen ziehen, die sie in zukünftige Lehrgänge einfließen lassen.

Als positiv muss ich hervorheben, dass Gerald und seine Kolleginnen durchweg zügig auf meine Verständnisfragen geantwortet haben.

An die zukünftigen Teilnehmer der Akademie:

Behaltet den Weg zur Lösung im Auge, schildert ihn und verdeutlicht eure Ideen und Herangehensweisen.

Eine Abschlussbetrachtung

Wie ihr sicher schon vernommen habt, hat die afs-Akademie in dieser Rückschau sehr positiv abgeschnitten. Es ist mir gar nicht so leicht gefallen etwas negatives zu finden. Dennoch hat die Akademie noch Luft nach oben und vielleicht berücksichtigt sie ja den einen oder anderen Aspekt, den ich hier aufführe.

Die Vorteile der Akademie:

  • Gute bis sehr gute Vorträge von SEO-Experten
  • Sehr gute Organisation der Veranstaltungen
  • Schnelle Rückmeldung bei Problemen und Fragestellungen
  • Gute Möglichkeiten sein eigenes Netzwerk zu erweitern
  • Umfangreiches Lehrmaterial zum er- und nacharbeiten
  • Transferleistungen werden mit dem Praxisprojekt eingefordert

Wo die Akademie noch nachbessern kann:

  • Teilweise ungenaue Formulierungen in Klausuren
  • Der Qualitätsanspruch bei Klausuren könnte insgesamt höher sein
  • Der Anteil an Transferleistungen ist noch ausbaufähig
  • Informationen zu Teilnoten des Praxisprojekts

Ich gehe davon aus, dass die Akademie mittelfristig zu einer Institution im Bereich der SEO-Ausbildung gehören wird. Die Referenten und die Teilnehmer werden die positiven Merkmale der Akademie weitertragen. Die Gebühr im Bereich 4.500 – 5.000 Euro ist völlig gerechtfertigt, wenn man bedenkt, was die Teilnehmer dafür erhalten.

Für die Zukunft sollte die Akademie allerdings daran interessiert sein, den Schwierigkeitsgrad für den Erwerb des Zertifikats etwas zu erhöhen. Einen Ansatz dafür habe ich oben angeführt; nämlich das Praxisprojekt bei der Benotung höher zu priorisieren.

Sicherlich haben die Absolventen mehrere tausend Euro ausgegeben. Deshalb muss die Hürde für eine gute Note allerdings nicht niedrig sein. Das ist natürlich eine Gradwanderung, weil die Akademie im Vorwege nicht weiß, welchen Hintergrund die Teilnehmer haben und wie viel Zeit und Engagement sie investieren können. Dennoch ist zu beachten, dass die Ausarbeitungszeiten für das Praxisprojekt mit 4 bzw. 8 Wochen sehr großzügig sind.
Die Note für das Praxisprojekt wurde erst am Ende der Akademie bekannt gegeben. Dort sollte sich Gerald überlegen, ob sie nicht die Note für die einzelnen Teile schneller verkünden können – wie bei den Klausuren. Ansonsten verlassen sich die Absolventen darauf, dass ihre Vorgehensweise “in Ordnung” ist und rechnen am Ende mit einer guten bis sehr guten. Eine zeitnahe Beurteilung von Teillösungen zum Praxisprojekt kann dabei helfen unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Bei den Klausuren sollte die Akademie genau analysieren, wie der Notendurchschnitt insgesamt war, um daraufhin gegebenenfalls den Schwierigkeitsgrad anzupassen.
Wenn der Notendurchschnitt zum Beispiel bei 1,5 lag, könnte dies dafür sprechen, dass die Aufgaben vielleicht doch etwas zu einfach waren oder der Notenschlüssel an sich zu “freundlich” gestaltet wurde.

Die Veröffentlichung des Lernmaterials sollte meines Erachtens nicht in Schüben erfolgen, sondern ganzheitlich vier Wochen vor dem nächsten Modul.

Alles in allem muss ich abschließend festhalten, dass mir die Akademie viel gebracht hat und ich sie uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Von fünf möglichen Sternen, vergebe ich vier!

Vier Sterne für die afs-Akademie

Bildquellen: Die Fotos mit Absolventen und Referenten stammen von Gerald Steffen, die er mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Die restlichen Abbildungen von mir.

About Sebastian

Zuständig für https://www.jaxx.com/de/casino.html Analyst, Marketer, Kartenspieler, Fußball-Fan
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2 Responses to "afs-Akademie – ein Erfahrungsbericht"

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